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Zwei US-Soldaten bei iranischem Angriff in Jordanien getötet – Iran setzt Abkommen mit USA aus
Bei iranischen Raketen- und Drohnenangriffen in Jordanien sterben zwei US-Soldaten, während Teheran das Rahmenabkommen mit den USA für ausgesetzt erklärt.
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Bei iranischen Raketen- und Drohnenangriffen in Jordanien sind zwei US-Soldaten getötet worden. Ein weiterer wird vermisst, wie das US-Regionalkommando Centcom am Samstag mitteilte. Es sind die ersten US-Verluste seit der jüngsten Eskalation des Iran-Kriegs.
Die Soldaten kamen am Freitag ums Leben, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen den Beschuss verteidigten. Vier weitere Soldaten wurden in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen entlassen. Damit steigt die offiziell bekannte Zahl gefallener US-Soldaten seit Kriegsbeginn im Februar auf 16. Der Krieg war Anfang Juli erneut eskaliert, nachdem eine seit April geltende Waffenruhe zusammengebrochen war. Jordanien fing nach eigenen Angaben zehn iranische Raketen ab.
Parallel erklärte Teheran das Mitte Juni in Islamabad geschlossene Rahmenabkommen für ausgesetzt. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte, die USA hätten mit ihren Angriffen gegen ihre Verpflichtungen verstoßen. Das Abkommen sah binnen 60 Tagen einen endgültigen Deal und die Öffnung der Straße von Hormus vor. Die USA hatten zuletzt die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen, nach iranischen Angaben starben dabei im Juli mindestens 50 Menschen. Der Golf-Kooperationsrat verurteilte iranische Angriffe auf zivile Anlagen in Kuwait, Bahrain und Jordanien als Kriegsverbrechen.
Der neue geistliche Führer Mojtaba Khamenei kündigte in einer verlesenen Erklärung unvergessliche Lektionen an und nannte die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump wertlos. Trump äußerte sich zunächst nicht öffentlich. Verteidigungsminister Pete Hegseth würdigte die Getöteten als Helden. Ob die Angriffe fortgesetzt werden, blieb offen.
Fünf Blickwinkel auf dieselbe Nachricht — tippe dich durch.
Jede Option in diesem Krieg kollidiert mit einer anderen legitimen Sorge. Härte soll abschrecken, riskiert aber einen Flächenbrand am Golf; Zurückhaltung soll deeskalieren, kann aber als Schwäche gelesen werden. Dass 20 Prozent des Welthandelsöls durch Hormus fließen, macht jede Fehlkalkulation global spürbar.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt; rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls passieren sie. Ihre Öffnung war Kernpunkt des nun ausgesetzten Abkommens, weshalb jede Eskalation dort unmittelbar die globale Energieversorgung berührt.
Das jetzt ausgesetzte Abkommen wurde erst vor rund einem Monat in Islamabad unterzeichnet und sollte binnen 60 Tagen zu einem dauerhaften Frieden führen. Ausgerechnet Teheran nennt nun die Unterschrift des selbsternannten Dealmakers Trump wertlos. Schon die April-Waffenruhe hielt nur bis Anfang Juli.