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Foto: n-tv

Welt·18. Juli 2026

USA greifen Iran siebten Tag an – zwei Öltanker in Straße von Hormus nach Minenexplosion in Brand

Das US-Militär greift den Iran die siebte Nacht in Folge an, während in der Straße von Hormus zwei Öltanker auf Minen auffahren und in Brand geraten.

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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Fast zeitgleich gerieten in der Straße von Hormus zwei Öltanker nach Explosionen in Brand. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Schiffe seien auf Minen aufgefahren, nachdem US-Geheimdienste sie in ein vermintes Seegebiet gelenkt hätten.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran dauert seit Februar an. Mitte Juni hatten sich beide Seiten auf ein Rahmenabkommen verständigt, das binnen 60 Tagen einen endgültigen Deal bringen und die für den Welthandel wichtige Meerenge öffnen sollte. Seither hat der Iran nach Angaben aus Washington Dutzende Minen in der Straße von Hormus platziert. Durch die Meerenge läuft ein bedeutender Teil des weltweiten Öltransports.

Das US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, die neue Angriffsserie habe um 22.30 Uhr Ortszeit begonnen und solle die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter schwächen. Iranische Medien meldeten Detonationen nahe der Küstenstadt Bandar Abbas sowie erneute Angriffe auf Brücken und einen Flughafen in der Provinz Hormozgan. Ein örtlicher Behördenvertreter sprach von drei Toten und acht Verletzten, während die Revolutionsgarden erklärten, vier Tanker mit Raketen und Drohnen gestoppt und Gegenangriffe auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait geflogen zu haben. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warf den USA Vertragsbruch vor und schrieb, die Zeit einseitiger Abmachungen sei vorbei.

Ein Berater von Ajatollah Chamenei kündigte im Staatsfernsehen eine umfassende Offensive an, sollten die US-Angriffe länger als zwei bis drei Tage andauern. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte Angriffe auf zivile Infrastruktur. Aus Washington gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Vorfällen an den beiden Tankern.

Perspektiven

Fünf Blickwinkel auf dieselbe Nachricht — tippe dich durch.

Jeder Schlag, der Irans Fähigkeiten schwächen soll, verengt zugleich die Meerenge, die geöffnet werden sollte. Dutzende Minen im Wasser und vier gestoppte Tanker zeigen, wie Abschreckung und Deeskalation hier in entgegengesetzte Richtungen ziehen. Eine rein militärische Lösung erzeugt genau das Problem, das sie beheben will.

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Redaktionelle Einordnung

Durch die Straße von Hormus wird rund ein Fünftel des weltweit verschifften Öls transportiert. Eine anhaltende Blockade oder Verminung der Meerenge wirkt sich deshalb unmittelbar auf die globale Energieversorgung und die Ölpreise aus.

Um die Ecke gedacht

Ausgerechnet die Straße von Hormus, deren Öffnung im Juni-Rahmenabkommen festgeschrieben wurde, ist nun vermint und für Tanker gefährlich. Beide Seiten werfen sich gegenseitig den Bruch derselben Vereinbarung vor. Ob ein Abkommen, das die Meerenge öffnen sollte, am Ende nur den Zeitplan der nächsten Eskalation lieferte?