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Foto: BBC News

Welt·21. Juli 2026

Iran-Krieg eskaliert: USA fliegen zehnte Nacht in Folge Luftangriffe, Trump droht mit Rache

Die USA greifen die zehnte Nacht in Folge Ziele im Iran an, während Trump dem Iran für jeden getöteten US-Soldaten Vergeltung um ein Vielfaches androht.

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Die US-Armee hat in der Nacht zum Dienstag nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Nach Darstellung des Regionalkommandos Centcom sollen die Angriffe verhindern, dass Teheran erneut Schiffe in der Straße von Hormus attackiert. Es ist nach US-Angaben die zehnte Nacht in Folge, in der amerikanische Streitkräfte Ziele in der Islamischen Republik treffen.

Der Schlagabtausch hatte sich zuletzt verschärft, nachdem Trump die im Juni vereinbarte Waffenruhe vor gut einer Woche für beendet erklärt hatte. Seither greifen sich beide Seiten fast täglich an. Der Iran verlagerte seine Vergeltung dabei zunehmend auf Jordanien, einen langjährigen Partner der USA, und rief die dortige Bevölkerung zum Widerstand auf.

Auslöser der jüngsten Drohungen war der Tod dreier US-Soldaten. Zwei von ihnen, die 19-jährige Isabella Gonzales aus Texas und der 25-jährige Oberleutnant Tyler James Feehan aus Hawaii, kamen am Freitag auf der Muwaffaq-Salti-Basis in Jordanien ums Leben. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen“, schrieb Trump auf Truth Social. Die offizielle Zahl der gefallenen US-Militärs stieg damit auf 17. Teheran meldete seinerseits Raketenangriffe auf den Stützpunkt Arifjan in Kuwait, das iranische Gesundheitsministerium beziffert die Zahl der Toten durch US-Angriffe seit Anfang Juli auf mindestens 50.

Trotz der Eskalation deuten sich Gesprächskanäle an. Vermittler brachten laut Reuters eine zehntägige Feuerpause ins Gespräch, um das Rahmenabkommen wiederzubeleben. US-Außenminister Rubio betonte, Washington bleibe für eine diplomatische Lösung offen, während die Revolutionsgarde dem Gegner zugleich eine „unvergessliche Lektion“ androhte. Ob die Vermittlung greift, bevor die nächste Angriffswelle rollt, ist offen.

Perspektiven

Fünf Blickwinkel auf dieselbe Nachricht — tippe dich durch.

Beide Seiten sind gleichzeitig in Eskalation und Gesprächsbereitschaft gefangen. Während Centcom die zehnte Angriffswelle meldet und die Revolutionsgarde eine „unvergessliche Lektion“ androht, signalisiert das iranische Außenministerium Offenheit für Verhandlungen. Dieses Nebeneinander von Bomben und diplomatischen Signalen macht jede einfache Lösung unmöglich, weil kein Akteur als erster nachgeben will.

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Redaktionelle Einordnung

Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr für rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports, weshalb jede Eskalation dort unmittelbar auf die globalen Energiemärkte durchschlägt. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran begann im Juni und flammte wieder auf, nachdem Trump die kurzzeitige Waffenruhe für beendet erklärte.

Um die Ecke gedacht

Die beiden in Jordanien getöteten Soldaten waren eigentlich für eine internationale Anti-IS-Mission im Irak abgestellt, die im September auf Beschluss Bagdads ohnehin endet. Der Iran richtet seine Vergeltung inzwischen gezielt gegen Jordanien, einen der loyalsten US-Partner der Region. Ob das den politischen Preis für die amerikanische Militärpräsenz bewusst in die Höhe treiben soll?