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Iran-Krieg: Weiterer US-Soldat im Nordirak getötet – USA verlegen zusätzliche Kampfjets in den Nahen Osten
Nach dem Tod zweier US-Soldaten in Jordanien kommt im Nordirak ein weiterer ums Leben, während die USA zusätzliche Kampfjets in den Nahen Osten verlegen.
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Im Iran-Krieg ist im Nordirak ein weiterer US-Soldat ums Leben gekommen. Nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom starb der Soldat bei der kontrollierten Sprengung nicht detonierter Munition aus einer abgeschossenen iranischen Drohne. Ein zweiter Soldat wurde verletzt. Der Vorfall folgt einen Tag nach einem iranischen Angriff auf eine Basis in Jordanien, bei dem zwei US-Soldaten getötet wurden.
Es sind die ersten amerikanischen Todesopfer seit der brüchigen Waffenruhe, die Teheran und Washington im Frühjahr geschlossen hatten. Nach Centcom-Angaben stieg die offiziell bestätigte Zahl gefallener US-Soldaten seit Kriegsbeginn auf 17. Seit acht Tagen greifen sich beide Seiten wieder gegenseitig an. International wuchs zuletzt die Sorge vor einer weiteren Eskalation.
In der Nacht zum Sonntag führten die USA nach eigenen Angaben Vergeltungsschläge gegen Einheiten der Revolutionsgarden. Getroffen wurden laut Centcom Anlagen zur Flugabwehr und zur Küstenüberwachung, unter anderem nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf. Iran reagierte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain. Washington verhängte zudem erneut eine Blockade iranischer Häfen. Medienberichten zufolge verlegen die USA weitere Kampfjets in die Region, darunter F-16-Maschinen vom Standort in der Eifel.
In den USA kritisierten Abgeordnete der Demokraten das Vorgehen von Präsident Donald Trump. Offen ist, ob beide Seiten aus der Spirale von Angriff und Gegenschlag herausfinden. Die Internationale Atomenergiebehörde kündigte an, die Lage zu prüfen.
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Vergeltung schreckt ab und heizt zugleich die Spirale an, das ist der Kern des Dilemmas. Mit den Angriffen auf US-Basen in Kuwait und Bahrain werden Drittstaaten in einen Konflikt gezogen, den sie nicht begonnen haben. Eine einfache Antwort gibt es nicht, weil jede Reaktion neue Fronten öffnen kann.
Die Straße von Hormus vor der iranischen Küste ist eine der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt. Es sind die ersten US-Gefallenen seit der im Frühjahr geschlossenen Waffenruhe, deren Bruch die Sorge vor einem größeren Regionalkrieg verstärkt.
Unter den verlegten Maschinen sind laut Berichten F-16-Jets vom Standort in der Eifel. Der Nahostkrieg reicht damit bis auf deutschen Boden, wo US-Luftwaffenstützpunkte seit Jahrzehnten Teil der amerikanischen Einsatzlogistik sind. Ob Berlin über die Verlegung vorab informiert wurde?