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Foto: n-tv

Kultur·14. September 2026

Alexander Zverev gewinnt die US Open 2026 und holt seinen zweiten Grand-Slam-Titel

Alexander Zverev gewinnt das Finale der US Open gegen Ben Shelton und ist nach Boris Becker der zweite deutsche Sieger im Herren-Einzel in New York.

Alexander Zverev hat erstmals die US Open gewonnen. Im Finale von New York besiegte der 29-Jährige den US-Amerikaner Ben Shelton mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2. Es ist sein zweiter Grand-Slam-Titel in diesem Jahr.

Im Juni hatte Zverev in Paris die French Open gewonnen und damit nach Jahren seinen ersten Major-Titel geholt. In Wimbledon verlor er anschließend das Finale gegen Jannik Sinner. Mit dem Sieg in Flushing Meadows ist er nach Boris Becker 1989 der zweite Deutsche, der das Herren-Einzel der US Open gewinnt.

Auf den Tag genau sechs Jahre zuvor hatte Zverev das US-Open-Finale gegen Dominic Thiem verloren, damals nur zwei Punkte vom Titel entfernt. Diesmal setzte er sich nach 3:33 Stunden durch und kassierte ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen Dollar. Auf dem Weg ins Finale traf er auf keinen Top-Ten-Spieler, weil Sinner wegen Knieproblemen fehlte. Kurios war das Ende: Zverev bemerkte seinen verwandelten Matchball zunächst nicht. „Das ist die Szene des Jahres für mich im Sport“, sagte Boris Becker.

In seiner Siegesrede dankte Zverev unter Tränen seiner Mutter, die trotz seiner Diabetes-Diagnose im Kindesalter an eine Tenniskarriere geglaubt habe. Im Herbst muss Sinner viele Punkte verteidigen, weshalb es an der Spitze der Weltrangliste wieder enger wird.

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Was fehlt

Wie Ben Shelton die Niederlage in seinem ersten Grand-Slam-Finale einordnet, kommt in den vorliegenden Berichten kaum vor.

Redaktionelle Einordnung

Zverev galt lange als bester Spieler ohne Grand-Slam-Titel; 2020 verlor er das US-Open-Finale trotz Zwei-Satz-Führung gegen Dominic Thiem. Mit den Siegen bei den French Open und nun in New York hat er diese Lücke innerhalb eines Jahres geschlossen.

Um die Ecke gedacht

Auf dem Weg zum Titel schlug Zverev keinen einzigen Top-Ten-Spieler, weil Jannik Sinner verletzt fehlte und die stärksten Konkurrenten früh ausschieden. Kritiker führen seine beiden Major-Titel auch auf günstige Auslosungen zurück – aussuchen kann er sich seine Gegner allerdings nicht.