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Fußball-Legende Kevin Keegan im Alter von 75 Jahren gestorben
Die englische Fußball-Legende Kevin Keegan ist mit 75 Jahren gestorben, sieben Wochen nachdem er seine Krebserkrankung im Endstadium öffentlich gemacht hatte.
Kevin Keegan ist tot. Der frühere Kapitän und Trainer der englischen Nationalmannschaft starb im Alter von 75 Jahren, wie seine Familie bestätigte. Sein Tod kam sieben Wochen, nachdem er seine Krebserkrankung im Endstadium öffentlich gemacht hatte.
Keegan gehörte zu den prägenden Figuren des englischen Fußballs der 1970er- und 1980er-Jahre. Seine Laufbahn führte ihn von Scunthorpe United über den FC Liverpool, den Hamburger SV und den FC Southampton bis zu Newcastle United. In Hamburg wurde er wegen seiner Wendigkeit und Torgefahr „Mighty Mouse“ genannt und machte den HSV nach den Worten von Wegbegleitern zu einer Spitzenmannschaft.
Nach seiner aktiven Karriere wechselte Keegan auf die Trainerbank. Er betreute Newcastle United, den FC Fulham, Manchester City und die englische Nationalmannschaft. Bereits im Januar hatte seine Familie mitgeteilt, dass er nach anhaltenden Beschwerden im Bauchraum medizinisch untersucht werde. Im Juni sprach Keegan dann selbst von einer Krebsdiagnose im vierten und damit fortgeschrittensten Stadium. In einer Mitteilung erklärte die Familie, er sei „in seinen letzten Augenblicken von seiner Frau und seinen Töchtern umgeben“ gewesen.
Nach der Todesnachricht meldeten sich zahlreiche Weggefährten zu Wort. Der Hamburger Comedian Otto Waalkes veröffentlichte ein gemeinsames Schwarz-Weiß-Foto und verabschiedete sich mit den Worten „Mach's gut“. Für Fans in England und Deutschland bleibt Keegan eine der prägenden Figuren gleich zweier Fußball-Epochen.
Keegan verkörperte eine Ära, in der Spitzenspieler nur selten ins Ausland wechselten. Sein Wechsel zum Hamburger SV 1977 galt als spektakulärer Schritt und machte ihn zu einer Brücke zwischen dem englischen und dem deutschen Fußball.
Als Keegan 1977 zum HSV wechselte, war der Auslandstransfer eines englischen Topspielers eine Rarität; der Fußballmarkt war national geprägt. Heute ist das Gegenteil die Norm. Sein Weg markiert damit den frühen Beginn einer Entwicklung, die den Klubfußball inzwischen vollständig internationalisiert hat.