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Bundesaußenminister Wadephul startet mehrtägige Afrika-Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika
Bundesaußenminister Wadephul reist nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika und rückt dort die Extremismusprävention in den Vordergrund.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat am Montag eine mehrtägige Afrika-Reise angetreten. Im Verlauf der Woche besucht der CDU-Politiker Mauretanien, Nigeria und Südafrika. Begleitet wird er von einer Wirtschaftsdelegation.
Mauretanien liegt am westlichen Rand der Sahelzone, in der islamistische Terrorgruppen seit Jahren an Einfluss gewinnen. Die Region gilt in Berlin als sicherheitspolitischer Schwerpunkt, weil Instabilität dort auch Migrationsbewegungen nach Europa antreibt. Zugleich sucht die Bundesregierung nach neuen Partnern für Rohstoffe und Energie. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts erklärte bei der Ankündigung, Europa und Afrika seien nicht nur geografisch eng verbunden, sondern auch politisch, wirtschaftlich und bei Sicherheitsfragen.
Erste Station ist die mauretanische Hauptstadt Nouakchott. Dort will Wadephul mit Präsident Mohamed Ould Ghazouani und Außenminister Mohamed Salem Ould Merzoug sprechen. Anschließend besucht er das UN-Büro für Verbrechensbekämpfung, wo es um Extremismusprävention und Deradikalisierung geht. Neben den politischen Terminen sind Treffen mit Wirtschaftsvertretern vorgesehen. In Nigeria und Südafrika trifft der Minister anschließend auf zwei der wirtschaftlich stärksten Staaten des Kontinents.
Die Reise setzt den Kurs fort, mit dem die Bundesregierung ihre Präsenz in Afrika ausbauen will. Offen bleibt, wie konkret die angekündigte Zusammenarbeit bei Sicherheit und Wirtschaft ausfällt. Ergebnisse der Gespräche werden im Verlauf der Woche erwartet.
Die Sahelzone gilt als einer der Brennpunkte des islamistischen Terrorismus weltweit. Nach dem Rückzug westlicher Truppen aus Mali und Niger sucht Europa dort neue Partner, um Sicherheit, Migration und Rohstoffzugang gleichzeitig zu adressieren.
Mauretanien gilt als eines der letzten vergleichsweise stabilen Länder in einer Region, aus der Frankreich und andere westliche Truppen zuletzt abziehen mussten. Dass eine Wirtschaftsdelegation mitreist, während zugleich Extremismusprävention auf dem Programm steht, zeigt die Doppelrolle solcher Besuche zwischen Sicherheitspolitik und Rohstoffinteressen.