
Basketball-WM in Berlin: USA gewinnen Finale, Deutschland wird Vierter
Die USA gewinnen das WM-Finale in Berlin mit 97:79 gegen Frankreich und holen den zwölften Titel, während Deutschland als Vierter eine Medaille verpasst.
Die USA haben zum zwölften Mal die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen gewonnen. Im Finale von Berlin setzte sich das Team am Sonntag mit 97:79 gegen Frankreich durch. Es ist der fünfte Titel in Folge.
Frankreich stand erstmals in einem WM-Finale und lag zur Halbzeit noch mit zwei Punkten vorn. Im dritten Viertel drehten die Amerikanerinnen die Partie und gewannen den Abschnitt mit 30:12. Für die USA war es der 36. Sieg in Serie bei einer WM, die letzte Niederlage im Turnier liegt im Jahr 2006. Für Frankreich bedeutete der zweite Platz den ersten Podestplatz seit 1953.
Breanna Stewart führte die USA mit 22 Punkten an, Jackie Young traf vier Dreier und kam auf 18 Zähler. Deutschland verpasste als Vierter eine Medaille und unterlag im Spiel um Platz drei Spanien mit 58:81, nachdem das Team zuvor erstmals ein WM-Halbfinale erreicht hatte. Über 12.000 Zuschauer sahen das Finale in der ausverkauften Uber Arena, insgesamt kamen 236.015 Fans in die Berliner Hallen und übertrafen den bisherigen Rekord von 145.519 deutlich. Auf den Rängen saßen Bundeskanzler Friedrich Merz, Dirk Nowitzki und Dennis Schröder.
Trotz des sportlichen Erfolgs übte Bundestrainer Olaf Lange Kritik an der heimischen Liga. Neun seiner zwölf Spielerinnen stehen bereits im Ausland unter Vertrag, und Lange forderte, dass es besser alle zwölf sein sollten. Ob die Begeisterung der Heim-WM die Strukturen der Frauen-Bundesliga verändert, bleibt offen.
Die Quellen geben ausführlich die Kritik des Bundestrainers an der Liga wieder, eine Stellungnahme der Frauen-Bundesliga oder ihrer Vereine dazu fehlt jedoch.
Die Basketball-WM der Frauen findet alle vier Jahre statt; die USA haben nun zwölf der bislang ausgetragenen Turniere gewonnen und bei einer WM seit 2006 kein Spiel mehr verloren. Diese Dominanz ist im internationalen Mannschaftssport außergewöhnlich.
Die Heim-WM zog mit 236.015 Zuschauern mehr Menschen an als je ein solches Turnier zuvor, der alte Rekord von 145.519 wurde deutlich übertroffen. Zugleich fordert der Bundestrainer, dass alle Nationalspielerinnen die heimische Liga verlassen. Ob die Begeisterung auf den Rängen jemals die Vereine erreicht, bleibt die offene Frage.