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Sinaloa-Mitbegründer Zambada bekennt sich in New York schuldig und akzeptiert lebenslange Haft
Sinaloa-Mitbegründer Ismael „El Mayo“ Zambada bekennt sich in New York des Drogenhandels schuldig und akzeptiert eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Ismael „El Mayo“ Zambada García hat sich vor einem Bundesgericht in New York des Drogenhandels schuldig bekannt. Mit dem Geständnis akzeptiert der Mitbegründer des Sinaloa-Kartells die Höchststrafe. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Das Sinaloa-Kartell gehört seit Jahren zu den mächtigsten Drogenorganisationen der Welt. Es verdient Milliarden mit dem Schmuggel von Kokain, Methamphetamin und zuletzt vor allem Fentanyl in die USA. Die synthetische Droge Fentanyl gilt als Haupttreiber der amerikanischen Überdosis-Krise. Deshalb verfolgen US-Behörden die führenden Köpfe der Kartelle seit Jahrzehnten und ließen viele nach ihrer Festnahme aus Mexiko ausliefern.
Zambada war im Juli 2024 in der texanischen Grenzstadt El Paso festgenommen worden. Er war dort gemeinsam mit einem Sohn von Kartell-Mitgründer Joaquín „El Chapo“ Guzmán in einem Privatflugzeug gelandet. Die Umstände dieser Landung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Zunächst hatte Zambada die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten. Das nun abgelegte Geständnis beendet die Aussicht auf einen langwierigen Prozess.
Mit der Strafmaßverkündung endet eines der prominentesten Kartellverfahren der vergangenen Jahre. „El Chapo“ Guzmán selbst verbüßt bereits eine lebenslange Haftstrafe in den USA. Ob Zambadas Geständnis zu weiteren Ermittlungen gegen das Kartell führt, ist offen.
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Kartelle sind zugleich kriminelle Organisationen und faktische Machtstrukturen ganzer Regionen. Wird ein Kopf entfernt, zerfällt die Organisation oft in rivalisierende Fraktionen, was kurzfristig zu mehr Gewalt führen kann. Erfolg im Kampf gegen Kartelle lässt sich deshalb nicht allein an einzelnen Verurteilungen messen.
Fentanyl hat in den USA in den vergangenen Jahren zeitweise mehr als 70.000 Todesopfer pro Jahr gefordert und ist damit zur häufigsten Todesursache bei jüngeren Erwachsenen geworden. Das Sinaloa-Kartell gilt als einer der Hauptproduzenten der Droge.
Zambada galt jahrzehntelang als der vorsichtige Stratege im Hintergrund, der nie im Gefängnis saß, während sein Partner „El Chapo“ zweimal spektakulär aus mexikanischer Haft floh. Dass ausgerechnet er nun freiwillig ein Geständnis ablegt, wirft die Frage auf, welche Zusagen im Hintergrund eine Rolle gespielt haben könnten.