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Median-Verdienste in Deutschland 2025 um 5,1 Prozent gestiegen
Das Median-Entgelt für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland stieg 2025 um 5,1 Prozent auf 4217 Euro brutto und wuchs damit deutlich stärker als die Inflation.
Die Löhne in Deutschland sind 2025 spürbar gestiegen. Das Median-Entgelt für einen Vollzeitbeschäftigten kletterte um 5,1 Prozent oder 203 Euro auf 4217 Euro brutto im Monat. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.
Der Zuwachs fällt vor dem Hintergrund der zurückliegenden Inflationsjahre ins Gewicht. Nachdem die Preise zeitweise schneller stiegen als die Einkommen, lag die Inflationsrate 2025 im Schnitt nur noch bei 2,2 Prozent. Damit blieb real ein Kaufkraftgewinn. Die Behörde erklärt das Plus vor allem mit höheren Tarifabschlüssen.
Das Median-Entgelt bezeichnet den Verdienst in der Mitte der Verteilung. Genauso viele Vollzeitbeschäftigte liegen darüber wie darunter. Gegenüber einem einfachen Durchschnitt hat dieser Wert den Vorteil, dass Spitzenverdienste das Gefüge nicht nach oben ziehen. Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Der Abstand betrug 2025 noch 309 Euro und schmolz gegenüber dem Vorjahr um 37 Euro.
Als Gründe für die verbleibende Lücke nennt die Bundesagentur unterschiedliche Berufsfelder von Frauen und Männern sowie Karrierepausen aus familiären Gründen. Ob sich der Aufwärtstrend fortsetzt, hängt an den kommenden Tarifrunden. Die Richtung der Reallöhne bleibt damit eng an die Verhandlungen der Sozialpartner gekoppelt.
Das Median-Entgelt bildet die Mitte der Lohnverteilung ab und gilt als aussagekräftiger als der Durchschnitt, weil sehr hohe Einkommen ihn weniger verzerren. Nach mehreren Jahren, in denen die Inflation die Lohnzuwächse teilweise aufzehrte, bedeutet ein Plus von 5,1 Prozent bei 2,2 Prozent Teuerung einen realen Kaufkraftgewinn.