Monsun-Überschwemmungen und Erdrutsche in Nordindien fordern mindestens 19 Tote
Monsun-Überschwemmungen und Erdrutsche fordern in Nordindien mindestens 19 Tote, allein in Jammu und Kaschmir sterben elf Menschen.
Schwere Monsunregen haben in Nordindien Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und mindestens 19 Menschen getötet. Betroffen sind vor allem der äußerste Norden und der Nordosten des Landes. Die Wetterbehörden warnen vor weiteren heftigen Niederschlägen.
Der Monsun bringt Indien jedes Jahr zwischen Juni und September den Großteil seines Regens. Er ist überlebenswichtig für die Landwirtschaft, führt aber regelmäßig zu tödlichen Fluten und Erdrutschen. In den bergigen Regionen des Himalaya lösen die Wassermassen ganze Hänge ab und verschütten Häuser und Straßen.
In der Region Jammu und Kaschmir starben nach Angaben des Senders NDTV mindestens elf Menschen. Die Behörden berichteten von schweren Schäden durch Hochwasser. Im nordöstlichen Bundesstaat Nagaland kamen mindestens acht weitere Menschen ums Leben, 15 wurden verletzt. Die Wetterbehörden warnten vor „extrem heftigen Regenfällen“ in den kommenden Tagen in Jammu und Kaschmir. Wegen des Wetters wurden im Norden Schulen geschlossen.
Rettungskräfte suchten in mehreren Bezirken nach Verschütteten. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, gefährdete Gebiete zu meiden. Mit anhaltendem Regen droht die Zahl der Opfer weiter zu steigen.
Der südasiatische Monsun versorgt Hunderte Millionen Menschen mit Wasser, wird aber durch die Erderwärmung unberechenbarer. Kürzere, intensivere Regenphasen erhöhen das Risiko plötzlicher Sturzfluten und Erdrutsche besonders in den dicht besiedelten Himalaya-Regionen.