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Kennedy Center in Washington droht Bankrott und Schließung
Dem Kennedy Center in Washington droht laut der Washington Post der Bankrott, ein Verwaltungsrat stimmt am Dienstag über eine mögliche Schließung ab.
Dem Kennedy Center in Washington droht nach einem Bericht der „Washington Post“ der Bankrott. Das nationale Kulturzentrum könnte bereits am Dienstag schließen. Der Verwaltungsrat will an diesem Tag über eine mögliche Schließung des Hauptgebäudes abstimmen.
Als Gründe nennt der Bericht fehlende Einnahmen und Sicherheitsmängel. Im vergangenen Geschäftsjahr nahm das Zentrum nur rund 124 Millionen Dollar ein, geplant waren 220 Millionen Dollar. Anfang des Monats beschädigte zudem ein schwerer Sturm das Gebäude. Den Vorsitz des Verwaltungsrats führt US-Präsident Donald Trump.
Nach den Unterlagen, die der „Washington Post“ vorliegen, könnte das Zentrum binnen weniger Wochen weder Gehälter zahlen noch Verträge für routinemäßige Instandhaltung erfüllen. Die Einschätzung stützt sich auf einen 57-seitigen Bericht für die Sondersitzung am Dienstag. Nach Darstellung der Zeitung argumentiert der Verwaltungsrat, nur die Anbringung von Trumps Namen an der Fassade könne einen sicheren finanziellen Zusammenbruch abwenden.
Das Kennedy Center wurde 1971 als lebendiges Denkmal für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy eröffnet. Wie die Abstimmung am Dienstag ausgeht, ist offen.
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Zwischen dringender Rettung und institutioneller Unabhängigkeit gibt es keinen einfachen Ausweg. Lehnt der Verwaltungsrat die angebotene Lösung ab, droht die Schließung; nimmt er sie an, bindet er das Haus an eine Person. Beide Wege haben Kosten, die sich nicht gegeneinander aufrechnen lassen.
Eine eigene, detaillierte Erklärung der Leitung des Kennedy Center für die Einnahmelücke fehlt ebenso wie Reaktionen von Beschäftigten oder Künstlern. Alle Angaben stützen sich auf den Bericht der „Washington Post“.
Das Kennedy Center ist das nationale Zentrum für die darstellenden Künste der USA und wurde 1971 als lebendiges Denkmal für John F. Kennedy eröffnet. Präsident Donald Trump übernahm 2025 den Vorsitz des Verwaltungsrats, ein für einen amtierenden Präsidenten ungewöhnlicher Schritt.
Die Einnahmen brachen mit 124 statt geplanter 220 Millionen Dollar deutlich ein, und Anfang des Monats beschädigte ein Sturm das Gebäude. Zugleich schlägt der Verwaltungsrat vor, Trumps Namen an der Fassade anzubringen. Ob finanzielle Not und politische Benennung hier zufällig zusammenfallen, bleibt offen.