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Oberstufe einer SpaceX-Falcon-9-Rakete könnte im August ungeplant auf dem Mond einschlagen
Die Oberstufe einer SpaceX-Falcon-9-Rakete soll Astronomen zufolge im August ungeplant auf dem Mond einschlagen.
Die Oberstufe einer SpaceX-Rakete wird nach Berechnungen von Astronomen im August ungeplant auf dem Mond einschlagen. Es handelt sich um ein Bauteil einer Falcon-9-Rakete. Mit ihr waren im Januar 2025 zwei Mondlander gestartet.
Weltraumschrott ist ein wachsendes Problem der Raumfahrt. Ausgebrannte Raketenstufen und ausgediente Satelliten verbleiben oft jahrelang auf schwer vorhersagbaren Bahnen im All. Rund um die Erde erschweren sie zunehmend den sicheren Betrieb aktiver Missionen. Auch der Raum zwischen Erde und Mond füllt sich mit solchen Objekten.
Der US-Astronom Bill Gray hatte die bevorstehende Kollision berechnet, unterstützt von der US-Raumfahrtbehörde. Bereits vor rund vier Jahren war erstmals ein ungeplanter Einschlag eines Raketenteils auf dem Mond bekannt geworden. Damals war zunächst umstritten, welchem Flugkörper das Objekt zuzuordnen war. Für den Mond ohne Atmosphäre bleibt ein solcher Aufprall folgenlos, er hinterlässt lediglich einen weiteren Krater. Anders als in der Erdumlaufbahn geht von dem Objekt keine Gefahr für aktive Satelliten aus.
Der Fall verdeutlicht, dass selbst der erdnahe Weltraum kaum noch systematisch überwacht wird. Wer für herrenlose Raketenteile verantwortlich ist, bleibt völkerrechtlich weitgehend ungeklärt. Mit der steigenden Zahl von Mondmissionen dürfte das Thema an Bedeutung gewinnen.
Rund um die Erde kreisen nach Schätzungen der Raumfahrtbehörden Millionen Trümmerteile, von denen Zehntausende groß genug sind, um Satelliten zu zerstören. Bislang existiert kein verbindliches internationales Regelwerk, das die Entsorgung ausgedienter Raketenstufen vorschreibt.
Vor vier Jahren wurde ein ähnlicher Mondeinschlag zunächst einer SpaceX-Rakete zugeschrieben, bevor sich herausstellte, dass das Objekt wohl zu einer chinesischen Mission gehörte. Dass sich selbst Fachleute bei der Zuordnung herrenloser Raketenteile irren können, zeigt, wie lückenhaft die Überwachung des erdnahen Weltraums bislang ist.